Chaga

Überblick:

Der Chaga Pilz, der die wissenschaftliche Bezeichnung „Inonotus obliquus“ trägt und vor allem in Sibirien und Finnland eingesetzt wird, gilt als einer der wirksamsten Heilpilze unserer Zeit. Im Rahmen der naturheilkundlichen Therapie dient er in erster Linie der Behandlung von Magen- und Darmerkrankungen. Aufgrund seiner stärkenden, vitalisierenden, immunregulierenden, schmerzlindernden und antioxidativen Eigenschaften eignet er sich jedoch auch zur Linderung zahlreicher anderer Beschwerden.

1. Was ist Chaga?

Was ist Chaga

Der Chaga wächst in Europa, Nord- und Südamerika, Japan, Sibirien und im Iran. In Deutschland ist der Pilz auch unter dem Namen Schiefer Schillerporling bekannt und eng mit dem Zunderschwamm verwandt. Er wächst auf den Stämmen der Birke, weshalb sich Birkenwälder hervorragend zum Sammeln eignen. Mit einer Größe von bis zu 30 cm und einem Gewicht von bis zu 1 kg gilt er als recht großes, leicht zu erkennendes Exemplar. In der traditionellen Volksheilkunde kommt der Pilz bereits seit einigen Jahrhunderten zum Einsatz. Geschätzt wird er vor allem in Sibirien und in Finnland, aber auch in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Gemäß der TCM wird er vor allem zur Behandlung von Magen-, Leber- und Milzerkrankungen eingesetzt. In Deutschland ist er noch nicht so bekannt, erfreut sich aber einer zunehmenden Beliebtheit. Großes Interesse zeigt auch die Wissenschaft, die die positive Wirkung des Pilzes mittlerweile mehrfach belegen konnte.

Infografik Chaga bgvv

2. Wie wirken Chaga Pilze?

Wie wirkt Chaga

Die Chaga Pilz Wirkung wird bereits seit vielen Jahrhunderten überliefert. So besagt eine alte Sage, dass ein russischer Herrscher aus dem 12. Jahrhundert von Lippenkrebs geheilt wurde, indem er Chaga Tee zu sich nahm. Im 19. Jahrhundert berichteten immer mehr Mediziner, dass ihre Patienten durch den Pilz Heilung erfahren haben. Auch die moderne Wissenschaft begann sich zunehmend für den Heilpilz zu interessieren: Seit den 30er Jahren ist der Pilz Bestandteil der russischen Forschung.

Im Jahr 1955 gestand das russische Gesundheitsministerium dem Pilz seine Wirkung bei Krebserkrankungen im Magen-Darmbereich zu, so dass er kurz darauf als Medikament zugelassen wurde. In der russischen Schulmedizin gilt der Pilz bis heute als wirksames, zugelassenes Arzneimittel.

Doch auch außerhalb von Russland wurde viel geforscht. Heute belegen zahlreiche internationale Studien seinen einmaligen therapeutischen Wert.

Der kostbare Heilpilz punktet mit zahlreichen Mikro- und Makronährstoffen. Er enthält viele seltene Pflanzenstoffe, die im optimalen Verhältnis zueinanderstehen. Zu seinen wichtigsten Wirkstoffen zählen:

  • bioaktive Triterpene
  • Flavonoide und Polysaccharide (Apigenin, Naringenin und Quercetin)
  • Gerbstoffe (Tannine) und Lectine
  • Sterole wie Inotodiol
  • Ergosterole
  • Betulin
  • Melanin
  • Antioxidantien
  • Mineralstoffe und Spurenelemente wie Vanadium, Mangan, Kalium und Natrium

 

Studien belegen, dass der Pilz das Potential besitzt, Tumorzellen am Wachstum zu hindern. Seine tumorhemmende Wirkung hat sich besonders in frühen Krebsstadien bewährt. Zu einer Einnahme wird jedoch auch in fortgeschrittenen Krebsstadien geraten, da er das Wachstum des Tumors verzögern kann. Interessante Ergebnisse lieferte eine koreanische Studie der Universität Seoul aus dem Jahr 2005 [1]. Die Wirkung des Pilzes wurde am Knochenmark von Mäusen untersucht, denen zuvor ein Immunsuppressivum zur Unterdrückung des Immunsystems verabreicht wurde. Der Pilz half dem Immunsystem, trotz Suppressiva, ausreichend weiße und rote Blutkörperchen zu bilden, so dass die Werte der behandelten Tiere nahezu denen der unbehandelten Tiere glichen.

3. Welcher Chaga ist der Beste?

Beste Chaga

Chaga Pilze werden meist getrocknet und als Tee zubereitet. Alternativ können auch Kapseln eingenommen werden. Im Netz gibt es zahlreiche Produkte, was Laien den Kauf erschwert. Beim Chaga Pilz kaufen muss darauf geachtet werden, dass es sich um echten Chaga Pilz handelt. Des weiteren sollte auf Produkte verzichtet werden, deren Herkunft und Verarbeitung unklar ist. Auch potentiell schädliche Hilfsstoffe und Pestizide haben in einem qualitativ hochwertigen Produkt nichts verloren. Darüber hinaus ist beim Chaga Pilz kaufen darauf zu achten, dass nicht jeder Pilz gleich wirksam ist.

Den höchsten Gehalt an Mineralstoffen, Spurenelementen, Vitaminen und entzündungshemmenden Inhaltsstoffen enthalten lediglich Pilze, die unter natürlichen Bedingungen gewachsen sind, zur richtigen Zeit geerntet und schonend verarbeitet wurden. Zu jung geerntete Pilze enthalten deutlich weniger gesundheitlich wirksame Inhaltsstoffe, weshalb eine Ernte erst ab einem Alter von mindestens 5 Jahren empfohlen wird.

Auf Pilze aus kultiviertem Anbau sollte verzichtet werden, da diese ebenfalls weniger Wirkstoffe enthalten. Zu bevorzugen sind Pilze aus nachhaltiger Wildernte, am besten aus einer Region mit kühlem bis gemäßigtem Klima.

Sehr zu empfehlen sind die Chaga Pilz Produkte von ViNatura, da sie frei von Schadstoffen, Gluten, tierischen Inhaltsstoffen, Laktose, Gentechnik sowie künstlichen Farb- und Aromastoffen sind. ViNatura bietet derzeit zwei Produkte an, die nach strengen ISO-22000 bzw. GMP-Standards hergestellt werden. Die Pilze stammen aus fairer, nachhaltiger Wildsammlung und werden zum optimalen Zeitpunkt geerntet. Anschließend werden sie zu qualitativ hochwertigem Chaga Tee und zu Kapseln verarbeitet. Ein weiterer Pluspunkt: Produkte von ViNatura werden regelmäßigen Laboranalysen unterzogen. Die Analyseberichte können anschließend öffentlich eingesehen werden.

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4. Gegen welche Beschwerden hilft Chaga?

Hilft Chaga

Die Anwendungsgebiete des Pilzes sind sehr vielfältig. Er kann sowohl bei akuten Beschwerden wie Bauchschmerzen, Bandwürmern und Grippe, als auch zur Linderung der Beschwerden infolge chronischer Erkrankungen eingesetzt werden. Generell gilt der Pilz als Mittel zur Stärkung, weshalb auch eine präventive Einnahme infrage kommt. Von einigen Menschen wird der Pilz auch genutzt, um die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit zu steigern.

Positiv zu bewerten ist außerdem, dass der Pilz nahezu keine Nebenwirkungen besitzt. Zu Beginn der Einnahme kann es lediglich vorkommen, dass sich der Stuhlgang verändert, da der Inonotus obliquus die Verdauung anregt. Weitere Neben- oder gar Wechselwirkungen mit bestimmten Medikamenten sind nicht bekannt.

4.1 Magen- und Darmbeschwerden

Die positive Wirkung des Pilzes auf akute Magen-Darmerkrankungen kann in erster Linie auf seine entzündungshemmenden, schleimlösenden Eigenschaften zurückgeführt werden. Erkrankungen wie eine Magenschleimhautentzündung können mit dem Pilz gelindert oder gar erfolgreich geheilt werden. Auch chronische Beschwerden, beispielsweise infolge der Autoimmunerkrankung Morbus Crohn, können mit dem Heilpilz abgeschwächt werden.

4.2 Krebs und sonstige Tumorerkrankungen

Internationale Bekanntheit erreichte der Chaga Pilz durch seine Wirkung auf Krebszellen. In den letzten 70 Jahren wurde die Wirkung des Pilzes intensiv erforscht. Demnach hilft der Pilz in vor allem bei Haut-, Brust-, Leber-, Lungen-, Magen-, Darm und Gebärmutterhalskrebs.

So konnten koreanische Wissenschaftler 2008 belegen, dass der Heilpilz den Zelltod der Krebszellen begünstigt. Eine japanische Studie aus dem Jahr 2016 zeigte hingegen, dass der Pilz das Wachstum und die Ausbreitung von Tumoren unterdrückt.

Natürlich ist der Pilz kein Allheilmittel, wenn es um Krebserkrankungen geht. Dennoch belegen Studien und Erfahrungen, dass er durchaus zur Heilung beitragen kann. In Gebieten, in denen der Pilz präventiv eingesetzt wird, konnte mehrfach eine vergleichsweise niedrige Tumorrate nachgewiesen werden.

4.3 Entzündungen

Entzündungen begünstigen zahlreiche andere Erkrankungen, beispielsweise Arteriosklerose, Schlaganfall und Herzinfarkt. Hilfe bietet der Chaga Pilz, der unter anderem für seine entzündungshemmende Wirkung bekannt ist. Der Pilz unterstützt den Organismus dabei, Entzündungen eigenständig auszuheilen, indem er das Immunsystem und dessen hilfreiche Killerzellen stärkt.

4.4 Stress

Der Pilz soll den Chaga Pilz Erfahrungen nach nicht nur bei Entzündungen, sondern auch bei Stress und dessen Folgen auf den Organismus helfen. Bei sogenannten Biohackern wird der Pilz gern als Mushroom Coffee verzehrt, um die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Demnach erhöht der Chaga Pilz außerdem die Sauerstoffzufuhr in den Zellen und fördert die Durchblutung der Gefäße, was jedoch noch nicht zu 100 Prozent belegt werden konnte.

4.5 Diabetes

Eine chinesische Studie [2] weist darauf hin, dass der Pilz den Blutzucker senken kann. Insbesondere Typ 2 Diabetiker dürften von einer regelmäßigen Einnahme profitieren, da der Pilz die körpereigene Insulinproduktion anregt und die Bauchspeicheldrüse stärkt. Des weiteren erhöht er die Empfindlichkeit der Zellen für das zuvor produzierte Insulin. Als ebenso hilfreich hat er sich bei der Behandlung häufiger Folgeerkrankungen bewährt, beispielsweise bei zu hohen Blutfettwerten. Werden blutzuckersenkende Medikamente eingenommen, sollte die Behandlung jedoch zuvor mit einem Arzt abgesprochen werden.

4.6 Nebennierenschwäche

Wissenschaftlichen Studien zufolge unterstützt der Chaga Pilz die Nebennieren, indem er die Stresstoleranz erhöht und einer übermäßigen Ausschüttung des Stresshormons Cortisol vorbeugt. Der Inonotus obliquus soll zudem bei den zahlreichen Beschwerden Linderung verschaffen, die mit erschöpften Nebennieren einhergehen. Dazu zählen unter anderem Müdigkeit, schlechter Schlaf, Konzentrationsschwierigkeiten und körperliche Schwäche.

Entsprechende Studien, die sich mit dem Pilz und seinen Auswirkungen auf die mentale und physische Leistungsfähigkeit befassten, wurden ursprünglich vom Militär durchgeführt. Auf der Suche nach einem natürlichen Dopingmittel wurde der Pilz zur Bekämpfung von Stresssymptomen, Schwäche und mangelnder Konzentration eingesetzt. Denn: Chaga lindert nicht nur Stress, sondern ist außerdem dazu in der Lage, die Stimmung aufzuhellen, Müdigkeit zu vermeiden und Energie zu liefern. [3]

Da der Inonotus obliquus kein Koffein enthält, schont er jedoch die Nebennieren. Personen, die empfindlich auf Koffein reagieren, sollten den Chaga Tee als Ersatz ausprobieren.

4.7 Reinigung des Köpers

Dem Pilz wird nachgesagt, dass er den Körper entgiftet und reinigt. Nicht zuletzt aus diesem Grund wird er gern im Rahmen einer mehrwöchigen Kur eingesetzt, beispielsweise zur gründlichen Darmreinigung und -sanierung. Im Laufe der Kur werden Toxine ausgeschieden, Bakterien vernichtet, Entzündungen bekämpft und der Organismus gestärkt. [4]

5. Wie werden Chaga Pilze eingenommen bzw. wie dosiert man sie?

Dosierung und Einnahme Chaga

Wie bereits erwähnt wird der Pilz meist in Form von Tee oder Kapseln eingenommen. Nach der Ernte wird er getrocknet und gegebenenfalls zermahlen. Chaga Tee lässt sich bereits aus den festen, getrockneten Stücken herstellen. Für einen Liter Tee werden etwa 16 bis 24 Gramm getrockneter Pilz benötigt. Die getrockneten Stücke sollten kurz aufgekocht und anschließend circa 10 Minuten auf dem Herd stehen gelassen werden. Sobald sich das Wasser braun verfärbt hat, kann der herb schmeckende Tee durch ein Sieb gegossen und getrunken werden. Der Tee hält sich mehrere Tage im Kühlschrank, insofern zuvor die ausgekochten Pilzstücke entfernt wurden. Für das Rezept sollte nicht mehr als die hier empfohlene Menge genutzt werden, da der Pilz Oxalsäure enthält. Zu viel Oxalsäure kann auf Dauer die Nieren schädigen, weshalb zumindest langfristig mit Bedacht dosiert werden sollte. Im Zweifelsfall sollte beim Hersteller erfragt werden, welche Dosis für das jeweilige Produkt empfohlen wird.

Etwas einfacher gestaltet sich die Einnahme von Kapseln. Je nach Hersteller enthält eine Kapsel durchschnittlich zwischen 200 und 500 mg, wobei eine Einnahme von ein bis zwei Kapseln täglich empfohlen wird. Experten empfehlen jedoch, Tee zu bevorzugen. Grund dafür ist, dass sich die enthaltenen Wirkstoffe zumindest teilweise erst beim Kochen lösen. Des weiteren enthält der rohe Pilz Chitin, was im Übermaß Verdauungsbeschwerden und Verstopfung verursachen kann. [5]

6. Fazit: Warum ist der Chaga so gesund?

Fazit Chaga

Beim Chaga Pilz handelt es sich Studien und den Chaga Pilz Erfahrungen zufolge um eine hochwirksamen Heilpilz, der sich zur Linderung zahlreicher Beschwerden eignet. Er ist reich an Antioxidantien, Mineralstoffen und Spurenelementen sowie Vitaminen. Des weiteren überzeugt er mit einem besonders hohen Gehalt an antithrombotischen Tripeptiden und vielen weiteren wertvollen Inhaltsstoffen.

Der wildwachsende Pilz gilt zudem als eines der stärksten Antioxidantien der Welt. Dies belegten Untersuchungen des US-amerikanischen Brunswick Instituts, bei denen ein ORAC-Wert von 52.452 Einheiten gemessen werden konnte, womit der Chaga Pilz etwa dreimal stärker als der ebenso bekannte Heilpilz Maitake ist. [6]

Er eignet sich hervorragend zur Behandlung akuter Magen-Darmerkrankungen, zur Unterstützung der Krebsbehandlung, zur Linderung der Folgen von Diabetes Typ 2 und zur Behandlung von Entzündungen. Natürlich kann der Schiefer Schillerporling auch präventiv eingenommen werden, zum Beispiel um hohen Blutfettwerten, Erkältungen oder eben den zuvor erwähnten Entzündungen vorzubeugen. Studien konnten belegen, dass der Pilz das Immunsystem optimal unterstützt, was ihn zum echten Allrounder in der modernen Naturheilkunde macht.

Quellenverzeichnis:

  1. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24049493
  2. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1843405
  3. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/31679287
  4. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/31679230
  5. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/31567464
  6. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/31487924
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Letzte Aktualisierung am 19.05.2020 um 03:10 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen

Autor: 
 Bernhard Frenzel

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